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Die
Interapie als zeitgemäße Alternative zum Herkömmlichen
Immer mehr Menschen leiden aufgrund außergewöhnlicher Vorkommnisse unter
seelischen Qualen. Im Zeitalter des Internets, und um veränderten
Befindlichkeiten Rechnung zu tragen, ist die Interapie entwickelt worden.
Damit kann auch denjenigen geholfen werden, die bisher den Gang zum
Therapeuten gescheut haben.
Was ist eine Interapie?
Die Interapie ist eine Schreibtherapie, während deren Verlauf der Betroffene
seine Probleme an den Betreuer versendet. Dieser liest die Ausführungen und
stellt dem Patienten Aufgaben, damit er sich mit dem Thema offener und
bereitwilliger beschäftigt.
Nicht zuletzt dient die Interapie dazu, klar zu machen, dass die relevanten
Ereignisse, so schlimm sie auch gewesen sein mögen, der Vergangenheit
angehören und dass von ihnen mittlerweile keine Gefahr mehr ausgeht. Bei der
Interapie geht es darum, mit dem Betroffenen und für ihn einen Weg zu finden,
damit er mit einer Situation, die ihn persönlich übermäßig belastet, umzugehen
versteht.
Wann ist eine Interapie angesagt?
Es ist nicht jedem Menschen gegeben, mit seelischen Problemen offen und
selbstverständlich umzugehen. Viele Betroffene würden vermutlich nie auf die
Idee kommen, einen Termin in einer psychiatrischen Praxis zu vereinbaren. Der
Gedanke, professionelle Hilfe zu bekommen verschwindet hinter dem Irrtum, man
müsse sich dafür schämen. Um diese Schamgrenze zu umgehen, bietet sich die
Interapie an. Sie ist relativ anonym, da ein persönlicher Kontakt, bei dem
sich der Betroffene und der Psychiater oder Psychotherapeut von Angesicht zu
Angesicht gegenüber sitzen, nicht stattfindet.
Der Computer als Freund und Helfer
Die Interapie erfolgt über das Internet, so dass der Leidtragende sich während
der Behandlung in seinem privaten und somit ihm vertrauten Umfeld aufhalten
kann. Die Interapie dient dazu, Ereignisse im Leben der Betroffenen, mit denen
sie allein nicht umgehen können oder die sie seelisch mehr als erträglich
belasten, durch Konfrontation zu klären.
Der schriftliche Kontakt mit dem Therapeuten macht den ersten Schritt in
Richtung einer sinnvollen Behandlung für viele Menschen einfacher. Auf diesem
Wege kann oftmals dringend notwendige Hilfe gefunden werden, ohne sich
persönlich zu erkennen zu geben. Die Interapie dient Menschen, die Hilfe
wollen, sich bisher aber, aufgrund des damit verbundenen, persönlichen
Kontakts zu einer ihnen unbekannten Person, nicht getraut haben, sie in
Anspruch zu nehmen, und über das Internet geht das einfacher als über die
klassischen Briefkästen.
Seit 2001 wird die Interapie von Alfred Lange an der Universität Amsterdam
entwickelt. Aufgrund der dadurch erzielten Erfolge nehmen sich immer mehr
Psychologen etc. dieses Verfahrens an, so dass mehr und mehr Patienten davon
profitieren können.